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Meldung:
Kall, 20. Januar 2005
Treffs für junge Leute müssen nachhaltig gesichert werden
Jugendtreffs "in Gefahr" - die Entstehung einer Legende
Die SPD nimmt Stellung

Grundsätzliches

- Wir sind überzeugt, dass alle Fraktionen im Rat der Gemeinde Kall nachhaltige Jugendarbeit wollen.
- Diese Jugendarbeit eignet sich nicht für politisches Taktieren, sondern muss sich ausschließlich an den Kriterien Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit ausrichten.
- Trotz knapper Finanzressourcen muss sich dies bei der Zuweisung von Finanzmitteln beweisen. Dabei sind alternative Refinanzierungsmöglichkeiten zu prüfen, z.B. Kreisjugendamt, Sponsoring.


Ist-Situation

- Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen erfolgt in der Gemeinde Kall in zahlreichen nicht kommunalen Gruppen. Zu nennen sind dabei u.a. kirchliche Engagements, Nachwuchsarbeit der Musikkapellen, Chöre und den unterschiedlichsten Sport- und Brauchtumsvereinen. Dazu kommen die Jugendfeuerwehrgruppen, DRK, THW u.ä.
- Das aus Mitteln des Jugendamtes des Kreises finanzierte Schülercafé ist mit professioneller Betreu-ung ausgestattet und leistet seit Jahren einen wichtigen Beitrag in der Betreuung von Schülern im Zentralort.


Offene Jugendtreffs

- "Offene Jugendtreffs" gibt/gab es in der Gemeinde in unterschiedlichster Trägerschaft.
- Die jetzt im Fokus des Interesses stehenden "Kommunalen Offenen Jugendtreffs" sind ein komplementäres Angebot für einen Teil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Dabei ist der Eigeninitiative bei Einrichtung und Betrieb der Treffs hoher Stellenwert einzuräumen und zu unterstützen.
- In diesem Zusammenhang wird das Überlassen von Räumlichkeiten durch die Kommune nicht nur begrüßt, sondern ausdrücklich unterstützt.
- Mit dem Überlassen der gemeindeeigenen Räumlichkeiten übernimmt die Kommune – und damit die Politik im zuständigen Fachausschuss - die Verpflichtung, für die Sicherheit der jungen Leute zu sorgen. Dies ist man den jungen Menschen und ihren Eltern schuldig.
- Dies schließt das Zubilligen entsprechender finanzieller Mittel oder personalem Know-how (z.B. Bau-hof) ein.
- Sicherheit betrifft z.B. den Brandschutz, dessen Verantwortlichkeit bei der Gemeindeverwaltung angesiedelt ist. Brandschutz bedeutet auch die Beratung der jungen Leute vor und bei der ihrerseits geplan-ten und vollzogenen Umgestaltung der Räumlichkeiten.
- "Unkomplizierte" Hilfe bei der Errichtung der Treffs kann nicht bedeuten, dass diese Grundlagen ver-antwortlichen Handelns unbeachtet bleiben.
- Um die Nachhaltigkeit der Treffs zu gewährleisten, ist es notwendig, dass der Erfolg der Einrichtungen nicht nur an das zeitlich begrenzte Engagement Einzelner gebunden ist. Deshalb sind Verantwortung übernehmende Ansprechpartner in den zugeordneten Trägerschaften und in den jeweiligen Treffs zu bestimmen.
- Trägerschaft ist je nach örtlichen Gegebenheiten organisierbar – bei entsprechender Altersstruktur der Besucher u.a. durch junge Erwachsene in den Einrichtungen selber. Unterstützung durch Elternzusammenschlüsse, Vereine, Politik (z.B. Ortsvorsteher, Ratsmitglieder), Kirchen o.a. sind wünschenswert und notwendig.
- Die Kommunalen Offenen Jugendtreffs werden integraler Bestandteil der politisch verantworteten Ju-gendarbeit, über die die jungen Leute und die Verwaltung regelmäßig im entsprechenden Fachaus-schuss berichten können und Anregungen geben.
- Übergeordnete Ziele kommunal (mit-)finanzierter Jugendarbeit (z.B. Integrationsversuche von Randgruppen, aber auch Brauchtumspflege oder Beteiligung an dörflichen Aktionen u.a.m.) werden vor Ort verabredet und bei Bedarf – auch von den jungen Leuten – im zuständigen Fachausschuss thematisiert.
- Bei allen Freiheiten, die junge Leute haben müssen, sind Regeln mit formaler Erfassung notwendig. Diese Regeln werden durch die vorgenannten "Träger" bzw. Verantwortlichen innerhalb der Einrichtungen mit den Besucher/innen verabredet.
- Durch diese Verabredung werden die Bedingungen des Jugendschutzes eingehalten, was einen wichtigen Aspekt des verantwortlichen und jugendgerechten Umgangs z.B. mit Alkohol und Nikotin bedeutet.

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