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 |  |  |  | Kall, 05. März 2005 |
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Kall - In Kall wird zum 1. August 2006 eine Verbundschule eingerichtet, in der Haupt- und Realschule unter einem Dach existieren. Einstimmig beschloss jetzt der Gemeinderat, diese neue Schulform, die mit Inkrafttreten des neuen NRW-Schulgesetzes möglich wird.
Schon seit Jahren strebt die Gemeinde Kall in Abstimmung mit den Schulentwicklungsplänen der Nachbarkommunen die Schaffung einer kombinierten Haupt- und Realschule an. Doch bisher waren die gesetzlichen Möglichkeiten dafür nicht gegeben. Mit der Einrichtung der Verbundschulen sollen die Schulträger, die bisher die Mindestzügigkeit ihrer Schulen nicht erfüllen konnten, unter einem Dach mehrere Schulformen parallel zueinander anbieten können.
Laut dem neuen Schulgesetz müssen miteinander verbundene Haupt- und Realschulen mindestens drei Parallelklassen pro Jahrgang anbieten. Um dies zu erreichen, kann eine bestehende Schule um einen oder mehrere Zweige erweitert werden. Das soll nun in Kall mit der Schaffung des neuen Realschulangebotes geschehen.
Auch die Leitung der Kaller Hauptschule begrüßt die Einrichtung einer Verbundschule, weil dadurch auch der Fortbestand der Hauptschule auf Dauer gesichert wird. Derzeit besuchen 410 Schüler die Hauptschule in 17 Klassen. Die Prognose des Schulentwicklungsplanes weist für das Jahr 2011 einen Rückgang der Hauptschüler auf 280 (in zwölf Klassen) aus.
Steil aufwärts gehen wird es mit den Schülerzahlen an der Verbundschule. Hier werden die Schülerzahlen von derzeit 410 (17 Klassen) auf 546 (in 24 Klassen) im Jahr 2011 steigen. In sechs Jahren, so Bürgermeister Hans Kaiser, könnte sogar eine volle Vierzügigkeit der Verbundschule erreicht sei.
Schon jetzt sei abzusehen, dass die vorhandenen Räume in der Hauptschule den Bedarf der Verbundschule nicht decken können. Deshalb müsse man die Inanspruchnahme leer stehender Räumlichkeiten in der Kaller Grundschule ins Auge fassen.
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