Kinderbetreuung im Kreis Euskirchen auf die kleinsten Kinder ausweiten
Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern
Die SPD-Fraktion im Euskirchener Kreistag will ein Sofortprogramm zur Betreuung, Förderung und Bildung von Kindern unter drei Jahren im Kreis auflegen. In einem Antrag für die nächste Sitzung des Jugendhilfeausschusses hat die SPD konkret aufgelistet, wie das Angebot zügig verbessert werden kann. Fraktionsvorsitzender Uwe Schmitz: „Landauf und landab gehen demnächst die Kindergartenkinderzahlen zurück. Diese frei werdenden Plätze können unbürokratisch und flexibel in Plätze für unter Dreijährige umgewandelt werden. Das Land hat zudem ein neues Förderprogramm in Höhe von 50 Millionen EURO für Kinder von ehemaligen Sozialhilfeempfängerinnen und Eltern in der Elternzeit aufgelegt. Damit können landesweit 7.000 Plätze für Kleinkinder geschaffen werden. Wir wollen im Kreis Euskirchen ein bedarfsgerechtes und qualitativ hochwertiges Angebot von Betreuungsmöglichkeiten schaffen. Damit können Mütter und Väter Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren.“
Nach dem Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG), das am 1. Januar 2005 in Kraft getreten ist, sind die Kommunen verpflichtet, bis zum Jahr 2010 ein bedarfsgerechtes Angebot an Plätzen für Kinder unter drei Jahren zu schaffen. Nicht zuletzt wegen der negativen Betreuungsinfrastruktur und der negativen Beurteilung von Vereinbarkeit von Familie und Beruf – festgehalten in den Dokumenten der Kreisverwaltung zum „Lokalen Bündnis für Familien im Kreis Euskirchen“ - fordert die SPD-Fraktion eine bald mögliche Umsetzung der Vorschriften. Die Bundesregierung geht davon aus, dass für 20 % der Kinder unter drei Jahren ein Betreuungsbedarf besteht. Zur Deckung des Bedarfs soll zukünftig verstärkt Tagespflege angeboten werden.