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Pressespiegel:
Kall, 26. August 2005
Kirchhof-Steuertabellen verteilen von arm nach reich
Top-Verdiener sahnen ab
Diese Ungerechtigkeit darf nicht zur politischen Realität werden!

Während ein Alleinverdiener-Ehepaar mit 30.000 Euro Jahreseinkommen 599 Euro mehr bezahlen muss, erhält ein lediger Top-Verdiener mit einem Jahresgehalt von 100.000 Euro eine Entlastung von 11.005 Euro. Wenn der Alleinverdiener mehr als 10 km zur Arbeit fahren muss oder aber einen Teil seines Einkommens durch Nacht- und Feiertagsarbeit bezieht, wird er noch deutlich stärker belastet.
quelle: http://focus.msn.de/finanzen/steuern/kirchhof?page=2&DDI=2209

Hier wird also mit dem Märchen aufgeräumt, dass eine "Bierdeckelsteuererklärung" auch gerecht sei.
Klar ist: Das ist eine Entlastung für Top-Verdiener, während kleine Leute die Zeche zahlen.
Der Staat weiter verarmt. Wie dann noch der "Sozialausgleich" der Kopfpauschale finanziert werden soll - das ist eines der Mysterien im Zahlengeschiebe der Union.
Die Länderfinanzminister kommen jedoch zu einem ganz anderen Ergebnis: In einem Gutachten haben sie ausrechnen lassen, dass die Reform im ersten Jahr ein Loch von 42 Milliarden Euro in die öffentlichen Haushalte reißt. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung ermittelt ein Minus von 26 Milliarden Euro. Kirchhof wehrt sich gegen diese Zahlen und erklärt sie mit Rechenfehlern.

Und: Über die 2%ige Merkel-Mehrwertsteuererhöhung werden Bezieher kleiner Gehälter und Rentner (durch ihre hohe Konsumquote im Verhältnis zur Einkommenshöhe) zusätzlich zur Kasse gebeten.

Die SPD betreibt eine Steuerpolitik mit dem Prinzip der Entlastung für schwache Schultern. Dass dabei stärkere mehr tragen müssen, versteht sich doch von selbst.

Die folgenden Tabellen zeigen im Überblick, wie viel Ledige und Verheiratete ohne Kinder im Jahr netto mehr im Geldbeutel haben würden. Dabei ist unterstellt, dass sowohl der Single als auch das Alleinverdiener-Paar jeweils 1000 Euro Zinseinnahmen hat und je Arbeitstag zehn Kilometer zur Arbeit fahren muss (Anmerkung: für Pendler, die weiter fahren und/oder Nacht- und Feiertagsarbeiter ist der Verlust noch deutlich höher. (Quelle: „Süddeutsche Zeitung“)


Links:
Die Falsche Wahl: Schwarz-Gelb
Die Falsche Wahl: Schwarz-Gelb

Die SPD entlastet die Schwachen - starke Schultern müssen mehr tragen
SPD: Schwache Schultern müssen entlastet werden


Dokumente:
Mit Kirchhof entlastet die CDU Top-Verdiener und belastet kleine Leute

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