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Pressespiegel:
Kall, 29. September 2006
Der KSC wollte es wissen - und die....
SPD ließ Kosten für Kunstrasenplatz ermitteln
Nun soll eine Sportplatznutzungsanalyse erfolgen

Bericht des Kölner Stadt-Anzeiger
Kall - „Wenn ich überlege, auf welchen Ascheplätzen ich schon gespielt habe, dann sieht der des KSC noch exzellent aus“, meinte Bürgermeister Hans Kaiser (CDU) während der letzten Sitzung des Kaller Planungsausschusses. Grund dafür, dass sich der Verwaltungschef an seine Zeiten als Kicker erinnerte, war ein Antrag der SPD-Fraktion. Die hatte die Verwaltung beauftragt, festzustellen, was es kosten würde, wenn man den Aschenplatz des KSC in einen Kunststoffrasenplatz umwandeln würde.

„Das Ganze ist nicht finanzierbar“, ließ Kaiser kurz und knapp wissen. Mit einem neuen, wahrscheinlich notwendig werdenden Unterbau käme eine Summe von 400 000 Euro zustande. „Es gibt für ein solches Projekt keine Zuschüsse mehr vom Land“, so der Bürgermeister weiter. Mit der Sportpauschale seien solche Extraaufwendungen abgedeckt.

Der Ausschussvorsitzende und SPD-Fraktionschef Erhard Sohn meinte, im Internet auch preiswertere Angebote gesehen zu haben. Er erinnerte daran, dass schon bald zwei Ganztagsschulen den Platz mitnutzen könnten. Außerdem sei der Platz in einem Zustand, der laut KSC für langwierige Verletzungen einiger Spieler verantwortlich gemacht werde.

Sein Fraktionskollege Karl Hansen schlug vor, nach Mechernicher Vorbild vielleicht auch einmal über den Verkauf eines Sportplatzes nachzudenken und diesen als Baugebiet auszuweisen. Mit dem Erlös könne man dann den Kunststoffrasenplatz erwerben.

Der Bürgermeister hielt dies jedoch für keine gute Idee. Auch bat er, grundsätzlich den Eindruck zu vermeiden, einigen Sportvereinen solle der Sportplatz weggenommen werden, um andere zu sanieren. Dies sei Unfug.

Oswald Thurn (FDP) schlug vor, man solle den Antrag der SPD als Anstoß nutzen, um grundsätzlich über die Sportstätten der Gemeinde Kall nachzudenken. Er sprach gar von einem „Sportstätten-Nutzungskonzept“, das die Entwicklung der nächsten 15 Jahre berücksichtigen solle.

Der Bürgermeister erklärte sich bereit, zu einer der nächsten Sitzungen eine Liste erstellen zu lassen, die sämtliche Sportplätze der Gemeinde sowie ihre Frequentierung veranschauliche. Dann könne man detaillierter über dieses Thema reden.

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