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 |  |  |  | Kall, 18. November 2006
 |  | | Vorstand der Kaller Tafel (Photo Reiner Züll, www.ksta.de)
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|  |  | Kall - Der Vorsitzende des Vereins „Mechernicher Tafel“, Wolfgang Weilerswist, war begeistert. „Ich bin froh, dass das in Kall so schnell mit der Selbstständigkeit geklappt hat“, lobte er am Donnerstagabend die Initiatoren um Dr. Gerlinde Linne von Berg, die die Gründung des Vereins „Kaller Tafel e.V.“ vorbereitet hatten.
Seit Mai verteilen freiwillige Helfer in Kall unter der Flagge der Mechernicher Tafel Lebensmittel an bedürftige Gemeindebürger. Schon nach fünf Monaten lief der Betrieb dank der Mechernicher Starthilfe derart reibungslos, dass man in Kall im Stande war, sich als Verein selbstständig zu machen. Zur Gründungsversammlung im Kaller China-Thai-Restaurant „Zhao“ waren am Donnerstag etwa 20 Männer und Frauen gekommen, die im neuen Verein mitarbeiten wollen.
Zum Vereinsstart beschlossen die Gründer zunächst eine Satzung und wählten danach einen Vorstand. Vorsitzender ist Erwin Müller, dem Rene Rotsch und Gerlinde Linne von Berg als Stellvertreter zur Seite stehen. Britta Engels wurde zur Schatzmeisterin, Maria Werner zur Schriftführerin gewählt. Als Beisitzer sind Sigrid Vermöhlen und Cornelia Ranglack im Vorstand vertreten, der für die Dauer von zwei Jahren gewählt wurde.
Seit gestern nun verteilen die Helfer in der ehemaligen Kaller Grundschule unter dem Dach des eigenständigen Vereins Lebensmittel an die Bedürftigen. Träger des Vereins sind der Verein „Frauen für Kall“, die Caritas, die Arbeiterwohlfahrt, die evangelische Kirchengemeinde Gemünd und die katholische Kirchengemeinde Kall. Weitere Träger, so Linne von Berg, seien im Verein ebenso herzlich willkommen wie andere Institutionen oder einzelne Personen.
Die Gründungsversammlung legte am Donnerstag auch die Mitgliedsbeiträge fest: Aktive Helfer sind beitragsfrei, inaktive Mitglieder zahlen zwölf Euro, während die Träger einen Beitrag von 30 Euro zahlen.
Die „Kaller Tafel“ verzeichnet seit ihrem Start im Mai einen stets wachsenden Zulauf. Am ersten Tag der Lebensmittelverteilung kamen etwa zehn Familien, die 20 Personen zu versorgen hatten. Inzwischen sind fast 180 Familien registriert. Linne von Berg: „An jedem Abgabetag werden Lebensmittel an rund 60 Familien mit 180 Personen verteilt.“ Bei der Abgabe werden pro Familienmitglied 25 Cent kassiert.
Dankbar sind die Mitglieder der „Kaller Tafel“ den Geschäftsleuten und Firmen, die Restware oder Lebensmittel zur Verfügung stellen, deren Mindesthaltbarkeitsdatum naht; verdorbene Lebensmittel kommen selbstverständlich nicht zur Ausgabe. Vor allem bei Brotwaren bestehe eine große Nachfrage.
Wer Mitglied der „Kaller Tafel“ werden will, kann sich bei Erwin Müller ( 0 24 41 / 16 11), Rene Rotsch ( 0 24 41 / 77 60 05) oder Dr. Gerlinde Linne von Berg ( 0 24 41 / 43 79) melden.
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