Karsten Rudolph: Drohende Überalterung der Polizei in NRW muss gestoppt werden
"Die drohende Überalterung der Polizei in Nordrhein-Westfalen muss dringend gestoppt werden. Innenminister Wolf hat das Problem lange ignoriert. Von daher ist die Ankündigung der Landesregierung überfällig, von 2008 an jedes Jahr 1.100 Anwärter in den Polizeidienst einzustellen. Das kann aber nur ein erster Schritt sein", erklärte der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Karsten Rudolph, heute in Düsseldorf. Es werde dringend Zeit, dass der Innenminister endlich Konsequenzen aus dem seit dem vergangenen Jahr vorliegenden Bericht zur Entwicklung der Altersstruktur bei der nordrhein-westfälischen Polizei ziehe. Rudolph: "Der Bericht macht deutlich: Ohne gezielte Personalplanung werden im Jahr 2015 bereits 47 Prozent der NRW-Polizeibeamten - also jeder zweite Polizist - älter als 50 Jahre sein."
Der Innenpolitik-Experte wies darauf hin, dass die SPD-Fraktion aktuell einen Antrag in den Landtag eingebracht habe, in dem ein Maßnahmenkatalog zur Bewältigung der Altersentwicklung vorgeschlagen werde. Rudolph: "So brauchen wir etwa bei der Einstellung neuer Polizeibeamter mehr Flexibilität. Bei den zukünftigen geburtenschwachen Jahrgängen steht die Polizei in starker Konkurrenz um die besten Absolventen eines Jahrgangs. Deshalb fordert die SPD eine Öffnung der Einstellungsmöglichkeiten für Fachoberschüler, die sich im Rahmen ihrer Ausbildung für die Fachhochschulreife weiterqualifizieren können."