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 |  |  |  | Kall, 30. Juni 2007
 |  | | Kinderarmut im Detschland und Kreis Euskirchen nimmt zu
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|  |  | Fast jedes neunte Kind unter 15 Jahren lebt im Kreis Euskirchen unter Hartz IV-Bedingungen. Das sind 11,2 Prozent der Kinder im Kreis, die arm sind. Insgesamt waren im Kreis Euskirchen Ende 2006 6,1 Prozent der Bevölkerung auf Hartz IV angewiesen. Dies ist das Ergebnis von Recherchen der Region NRW Süd-West des Deutschen Gewerkschaftsbundes.
Ende 2006 seien im Kreis Euskirchen 11 762 Menschen von Hartz IV-Leistungen abhängig gewesen, davon waren 3463 unter 15 Jahre, die ein Leben am Rand der Gesellschaft führten. Hartz IV sei ihre erste Erfahrungen mit dem Sozialstaat. Die Hälfte der hilfebedürftigen Kinder sei jünger als sieben Jahre.
Im Kreis Euskirchen sei wie im Bundesgebiet der Trend festzustellen, dass die Hartz IV-Bedürftigkeit bei Kindern eher noch steige. Bundesweit seien Ende letzten Jahres knapp 7,3 Millionen Menschen von Hartz IV abhängig gewesen, davon 1,9 Millionen unter 15 Jahren, so der DGB: Kinder seien ein zentrales Armutsrisiko.
DGB-Regionsvorsitzender Heinz Kaulen: „Alle reden davon, dass wir mehr Kinder brauchen. Aber es wird viel zu wenig gegen die Armut von Kindern und ihren Eltern unternommen.“
Vom derzeitigen Regelsatz in Höhe von 207 Euro (für unter 14-Jährige) bzw. 276 Euro (14 Jahre und älter) muss der komplette Lebensunterhalt, außer den Unterkunftskosten, bestritten werden.
Kindergeld oder Unterhalt wird direkt wieder als Einkommen abgezogen. Nach der aus der Sozialhilfe übernommenen Regelsatzsystematik von Hartz IV stehen für Kinder täglich nur 2,62 Euro für Nahrung und Getränke zur Verfügung.
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1182956209554.shtml
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