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 |  |  |  | Blankenheim, 05. September 2007
 |  | | Der SPD-Ortsverein Blankenheim hält seit 60 Jahren die SPD-Fahne hoch
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&8222;Wann unser Ortsverein genau gegründet wurde, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen&8220;, so die Vorsitzende Edith Jornitz. Sicher ist nur, dass es bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Blankenheim noch keine organisierten Genossen gab. Die SPD, deren Vorgängerorganisation &8222;Allgemeiner Deutscher Arbeiterverein&8220; am 23. Mai 1863 durch Ferdinand Lassalle in Leipzig gegründet wurde, hatte ihre Schwerpunkte bis zur Weimarer Republik vor allem in Industriestädten, weniger auf dem Land.
Die Blankenheimer Genossen können sich auf zwei Dokumente berufen, die aus ihrer Entstehungszeit stammen. Am 15. November 1946 trat Josef Hess als erster Blankenheimer Bürger der SPD bei, wie sich seinem Mitgliedsbuch entnehmen lässt. Am 23. November 1946 genehmigte dann der Resident Officer der britischen Besatzungsmacht in Schleiden, dass die SPD in Blankenheim eine Versammlung mit rund 300 Teilnehmern abhalten durfte. Man geht davon aus, dass kurz darauf, im Jahr 1947, der Ortsverein offiziell gegründet wurde.
Erste Ratsmitglieder der SPD waren neben besagtem Josef Hess Dr. Franz Himmels und Matthias Schweiß. In den folgenden Jahren erlebte die SPD einen starken Boom. 1965 wurde Josef Hess sogar zum Blankenheimer Bürgermeister gewählt. Der ehemalige Justizangestellte gründete 1966 das örtliche Vereinskartell. Der Einfluss der Sozialdemokraten schrumpfte erst nach 1969, als im Zuge der kommunalen Neugliederung die heutige Großgemeinde Blankenheim gegründet wurde. In den umliegenden Ortschaften spielten die Sozialdemokraten praktisch keine Rolle, lediglich in Rohr-Lindweiler gab es einen weiteren starken SPD-Ortsverein, der mit dem Blankenheimer fusionierte.
In der ersten Kommunalwahl nach der Neugliederung wurde Toni Wolff (UWV) von einer &8222;Anti-CDU-Koalition&8220; im Gemeinderat zum neuen Bürgermeister gewählt, Josef Hess zum Stellvertreter. Erst nach dem Übertritt von Toni Wolff zur CDU gelangten die Christdemokraten an der Oberahr an die Macht und eroberten seither stets die Mehrheit. Über Jahrzehnte konnte die SPD in Blankenheim kein repräsentatives Amt mehr besetzen, bis im Jahr 2004 Edith Jornitz mit Unterstützung der CDU zur zweiten stellvertretenden Bürgermeisterin gewählt wurde.
Seine beste Zeit erlebte der Ortsverein während der 1970er Jahre - die wilden &8222;68er&8220; hatten ihre Auswirkungen bis in die tiefe Eifel. &8222;Damals hatten wir 80 Mitglieder, davon über 20 Jusos&8220;, erinnert sich Wolfgang Doppelfeld, langjähriger Fraktions- und Parteivorsitzender. Die Jusos betrieben zu dieser Zeit einen Jugendclub im Bahnhof Blankenheimerdorf und sorgten mit Demonstrationen und Aktionen für viel Unruhe im beschaulichen Blankenheim. Heutzutage hat der Ortsverein zwar immer noch 60 Mitglieder, aber nur noch einen einzigen Juso in seinen Reihen.
Während der vergangenen 60 Jahre besuchten zahlreiche SPD-Minister und hohe Parteifunktionäre Blankenheim. Besonders in Erinnerung haben die örtlichen Genossen den Besuch von NRW-Ministerpräsident Johannes Rau im Jahr 1996 behalten. Bevor Rau die renovierte Burg einweihte, traf er sich mit seinen Parteifreunden zu einem Frühstück im &8222;Kölner Hof&8220;.
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