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 |  |  |  | Kall, 11. September 2007
 |  | | Karl Vermöhlen und Franz Albert Gross verständigten sich
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|  |  | KALL. Der Wahlkampf zur am 25. November anstehenden Bürgermeisterwahl in Kall kann endgültig beginnen: Nachdem die CDU ihren Kandidaten Herbert Radermacher bereits vor wenigen Wochen einstimmig als Bürgermeisteranwärter aufgestellt hatte, folgte am Freitagabend die Wahl seines Kontrahenten: FDP-Kreisvorsitzender Franz Albert Groß wurde von seiner Partei ebenfalls einstimmig als Bewerber für die Bürgermeisterwahl eingesetzt, er tritt als gemeinsamer Kandidat für FDP, SPD und die Grünen an.
Ebenso wie die CDU stehen auch die Kaller Liberalen 100-prozentig hinter ihrem Bewerber, der bei der Mitgliederversammlung 19 von 19 Stimmen der Parteifreunde erhielt. Beim außerordentlichen Parteitag trug Ortsvorsitzender Meinrad Pauly zunächst seine persönlichen Gedanken aus der Kandidaten-Findungskommission vor, welche FDP, SPD und Grüne gebildet hatten, um mit einem gemeinsamen Bewerber eine bessere Ausgangsposition im Rennen gegen den CDU-Kandidaten um das Erbe des derzeit noch amtierenden Kaller Bürgermeisters Hans Kaiser zu haben.
Respekt für Karl Vermöhlen
Nach einem „gewissen persönlichen Abtastvorgang“ sei das Verhältnis der drei bis dato rivalisierenden Parteien besser geworden, so Pauly: „Wir haben eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe geführt, nach der Entscheidung für Franz Albert Groß gab es keine Jubelszenen, sondern Respekt für die federführende Mitarbeit von Karl Vermöhlen“, erklärte er. Vermöhlen hatte seine eigenen Ambitionen auf das Bürgermeisteramt vor wenigen Wochen zugunsten von Groß als aussichtsreicherem Kandidaten der drei Parteien zurückgezogen. Entsprechend aufrichtige Dankesworte richtete neben Pauly auch Groß in Richtung seines SPD-Freundes. Nachdem die Liberalen die vom FDP-Kreistagsfraktionsvorsitzenden Hans Reiff geleitete Wahl Groß' zum Bürgermeisterkandidaten mit langem Applaus begrüßt hatten, machte dieser deutlich, dass es an der Zeit sei, die langjährige CDU-Vorherrschaft in Kall zu durchbrechen.
„Es muss wieder um gute und beste Ideen gerungen werden und nicht nur die Meinung der Mehrheit übernommen werden“, bemängelte Groß, dass die Gemeinde Kall unter Kaiser von ihrer einst erfolgreichen Politik Abstand genommen habe und einigen anderen Kommunen deutlich hinterher hinke. Kaiser habe sich zwar, so Groß, „große Mühe gegeben, alles anders zu machen, jedoch ohne Erfolg.“
Anknüpfend an die „großen Bürgermeister“ Erhard Pauly (FDP) und Werner Schumacher (CDU) möchte Groß die Geschicke der Gemeinde wieder überparteilich leiten: „Wir möchten allen Fraktionen im Rat die Hand bieten“, lautet Groß' Credo, wenn er denn zum Bürgermeister für FDP, SPD und Grüne gewählt werden sollte. Pauly attestierte Groß bereits eine „gute Frühform“ im Wahlkampf. Gemeinsam mit den anderen Parteien sollen die bisherigen Richtlinien in den kommenden Wochen in „Papierform gegossen werden“, so Groß. Auf Papier zu gießen, dürfte rein technisch etwas schwierig werden, auf ein schriftliches Wahlprogramm aber können sich die Wähler von FDP, SPD und Grünen schon einstellen. http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1189363968991.shtml
Links: Rundschau: FDP nominiert Gross einstimmig
Dokumente: Wahlplattform für Bürgermeisterwahl 2007
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