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 |  |  |  | Kall, 16. September 2007
 |  | | Der Verzicht auf eigene Kandidatur fiel karl Vermöhlen schwer
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|  |  | Am Freitagabend, den 14. September fand um 20.00 Uhr im aktiv-Park Hannes die mit Spannung erwartete Versammlung der SPD-Ortsverein zur Wahl der Bürgermeisterkandidaten statt. Nach den in der Findungskommission von SPD, FDP und B'90/Die Grünen getroffenen Vereinbarungen hatte der Vorstand des Ortsvereins vorgeschlagen, Franz Albert Groß auch als Kandidaten der Kaller SPD zu wählen. Franz Albert Groß war deshalb gemeinsam mit dem Vorsitzender der FDP-Fraktion, Dr. Manfred Wolter, der Einladung zu der Versammlung gefolgt, um Rede und Antwort zu stehen.
Die SPD-Vertreter in der Findungskommission – Erhard Sohn, Karl Hansen und Karl Vermöhlen - informierten die Genossinnen und Genossen zunächst über den Verlauf der Beratungen. An deren Ende hatte der SPD-Bewerber Karl Vermöhlen zugunsten von Franz Albert Groß auf seine eigene Kandidatur verzichtet. Karl Vermöhlen berichtete, dass ihm dieser Verzicht durchaus schwer gefallen sei. Besonders gespürt habe er dies bei der gemeinsamen Pressekonferenz am Freitag, als er Franz Albert Groß als gemeinsamen Kandidaten der drei Parteien präsentiert hatte. Karl Vermöhlen: „ Im Interesse der Sache mussten meine persönlichen Ambitionen schließlich zurück stehen. Wichtiger als individueller Ehrgeiz ist es, die miteinander verabredeten Sachthemen in den kommenden Jahren zu verwirklichen.“ Dies sei mit einem Bürgermeister aus den Reihen der beteiligten Parteien sicherlich leichter durchzusetzen als bisher, so Karl Vermöhlen. Deshalb sei die einvernehmliche Einigung „Pflicht der beiden Bewerber“ gewesen, die dies dann auch in einem knapp einstündigen 4-Augen-Gespräch bewerkstelligt hätten.
Franz Albert Groß beschrieb seine Kandidatur als logisches Ende eines Prozesses, der sich seit der letzten Kommunalwahl im Jahr 2004 im Kaller Rat immer deutlicher eingestellt hatte. SPD, FDP und B'90/Die Grünen hätten in Sachthemen immer besser zueinander gefunden – auch wenn die interfraktionellen Absprachen nicht immer strukturiert genug verlaufen seinen. Das Vertrauen, das während der Gespräche in der Findungskommission gewachsen sei, würde aber dazu beitragen, dass sich diese Zusammenarbeit in Zukunft geordneter organisieren lasse. Jede der drei Parteien werde sicherlich eigenständig bleiben und eigene Politikschwerpunkte haben. Es sei aber klar, dass die Verwirklichung der jeweiligen Themen nur gelänge, wenn dies miteinander gut besprochen werde. Er selber stehe als Bürgermeister aber auch für eine Kooperation mit allen im Rat vertretenen Parteien und Kräfte. Es gehe darum, alle gute Ideen aufzugreifen und sie nicht allein deshalb beiseite zu schieben, weil sie „von der falschen Partei“ kämen. Insofern wolle er auf gute Kaller Traditionen in der zeit vor Hans Kaiser zurück kommen.
Die anwesenden Genossinnen und Genossen befragten den Kandidaten sehr intensiv, wobei durchaus die Unterschiedlichkeit der Parteien deutlich wurde. Aber auch dabei zeigte sich, dass kritische Fragen und Anmerkungen nicht als Angriffe, sondern als Bereicherung der politischen Kultur verstanden werden.
Offenbar hatten die Vorträge der an der Findungskommission Beteiligten die Anwesenden sehr überzeugt. Es fiel ihnen leicht, sich zu entscheiden: Enthaltungen gab es nämlich keine. Mit einer Zustimmung von 93,5% der Stimmen erhielt Franz Albert Groß ein prächtiges Ergebnis, über das sich auch jeder eigene SPD-Kandidat gefreut hätte, und das ihn offenkundig sehr bewegte. In seiner Schlußansprache bedankte sich Franz Albert Goss für das große Vertrauen: „Gemeinsam werden wir es schaffen. Ich für meinen Teil will alles dafür tun.“
Links: Rundschau: Auch in der SPD klares Votum für Franz Albert Groß Kölnische Rundschau: SPD mit klarem Votum pro Gross
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