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Kall, 12. Oktober 2007
Weiter-So-Politik ist Politik von gestern für Vorgestern
Hier drückt Bürgermeister der Schuh
"Kaller-Ampel" hat Demographie längst auf der Tagesordnung

HEIMBACH. Was etwa bei Leitern von Pfadfindergruppen gang und gäbe ist, kann wohl auch Bürgermeistern nicht schaden: sich in lockerer Runde zu treffen und über den Status quo ihrer Gruppen (Kommunen) zu sprechen. Genau das taten die Bürgermeister des Kreises Düren. Auf Einladung der beiden Dürener CDU-Landtagsmitglieder Rolf Seel und Josef Wirtz war mit Regierungspräsident Hans Peter Lindlar zudem ein adäquater Gesprächspartner nach Heimbach gekommen, dem die Bürgermeister erzählten, wo der Schuh drückt.

Für Lindlar bot der Termin eine Gelegenheit, sich einmal vor Ort über die Situation der einzelnen Kommunen zu informieren: „Es war ein sehr intensives und anregendes Gespräch“, zeigte sich der Regierungspräsident abschließend zufrieden. Wirkliche Ergebnisse des Treffens blieben zwar weitestgehend aus - diese seien jedoch auch nicht das vorrangige Ziel gewesen, wie alle Beteiligten betonten.

Diese, insgesamt elf der 15 Bürgermeister des Kreises und Dürens Landrat Wolfgang Spelthahn, waren der Einladung gefolgt und sprachen im Sitzungssaal des Heimbacher Rathauses über Themen, welche die nähere Zukunft aller Kommunen betreffen.

Besonders ausgiebig wurde über die zu erwartenden Auswirkungen des demographischen Wandels gesprochen. Lindlar hob hervor, wie wichtig es sei, dass man auf das entstehende Ungleichgewicht zwischen jungen und älteren Menschen angemessen reagiere, sowohl bei der Bauplanung wie auch in punkto Wohnen, Arbeit und beim Schulsystem.

Bei letzterem sei die Versorgung der Schulen mit Schülern und Lehrern im Kreis Düren derzeit noch überwiegend ausreichend gegeben, so Lindlar, „in Zukunft ist es besonders wichtig, die weiterführenden Schulen möglichst am Ort zu halten.“ Dies gelte auch für Hauptschulen, verteidigte der Regierungspräsident die Schulform. Bei Grundschulen hingegen müssten übergreifende Lösungen angedacht werden, um der sinkenden Zahl der Einschulungen zu begegnen. Als Probleme arbeiteten die Gesprächsteilnehmer einen Mangel an Grundschullehrern und Vertretungen im Kreis Düren heraus, auch die Besetzung von Rektorenstellen an Grundschulen gestalte sich mitunter schwierig.


Dokumente:
Wahlplattform für Bürgermeisterwahl 2007

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