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 |  |  |  | Kall, 15. August 2008
 |  | | schwarz-gelbe Studiengebühren führen in die Bildungs-Sackgasse
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|  |  | Im Schnitt bekamen die geförderten Studenten den Statistikern zufolge 2007 monatlich 375 Euro, die Schüler 301 Euro pro Person. Der durchschnittliche Betrag an Bafög je Person und Monat blieb damit im Vergleich zu 2006 gleich. Im vergangenen Jahr wurden 312.000 Schüler und 494.000 Studenten unterstützt. Die Zahl der geförderten Studenten sank im Vergleich zu 2006 um 4000 oder 0,8 Prozent, die der Schüler um 7.000 oder 2,3 Prozent.
Die Förderung erstreckte sich zum Teil nicht über ein volles Jahr. Im Schnitt erhielten 524.000 Personen je Monat Bafög, davon 193.000 Schüler und 331.000 Studenten. Die Bafög-Ausgaben des Bundes und der Länder betrugen 2007 nach Angaben des Bundesamts 2188 Millionen Euro und somit 68 Millionen Euro oder 3,0 Prozent weniger als 2006.
Die Bafög-Erhöhung ab dem Wintersemester komme genau zum richtigen Zeitpunkt, erklärte Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Die CDU-Politikerin versprach: "Die Zahl der Geförderten wird deutlich steigen, in etwa um 100.000, ebenso die Fördersätze." Der hochschulpolitische Sprecher der Grünen, Kai Gehring, kritisierte: "Die zögerliche Bafög-Politik von Ministerin Schavan trägt dazu bei, dass die soziale Schere an den Hochschulen immer weiter aufgeht."
Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Patrick Meinhardt, bemängelte, dass es die Bundesregierung nicht schaffe, die Bildungsgerechtigkeit zu erhöhen. "Hier tickt eine gesellschaftliche Zeitbombe", sagte Meinhardt. Ob allerdings die maßgeblich von der FDP in NRW betriebene Einführung von Studiengebühren ein Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit ist, darf mit Fug und Recht bezweifelt werden. So muss eine Familie mit zwei Studierenden an der Universität zu Köln (einschließlich der ohnehin fälligen Semestergebühren)2787,40 Euro berappen.
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