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 |  |  |  | Kall, 13. August 2008 |
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Damit liegt der Kreis Euskirchen bei den übergewichtigen Kindern leicht unter dem Schnitt des Landes Nordrhein-Westfalen (Übergewicht: 6,5 Prozent, Adipositas: 4,6 Prozent) „Der Trend zu Übergewicht in der Bevölkerung ist kein Problem speziell im Kreis Euskirchen“, teilt die Verwaltung in der Vorlage für den gestrigen Gesundheitsausschuss mit, „sondern ein gesellschaftliches Problem in Europa.“
Die Weltgesundheitsorganisation WHO spreche sogar schon von einer Epidemie und gehe davon aus, dass 2010 rund 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung und zehn Prozent der Kinder und Jugendlichen an Adipositas leiden dürften.
Auf der anderen Seite gebe es auch Kinder, die an Untergewicht litten, heißt es in der Vorlage: „Erfreulicherweise ist der Anteil der Kinder mit Untergewicht im Kreis Euskirchen rückläufig. Ob diese Entwicklung von Dauer sein wird, sollte weiter beobachtet werden.“ Hier weitere wichtige Zahlen aus dem Bericht des Kreises Euskirchen zur Gesundheit der Kinder im Kreis Euskirchen:
Sehstörungen: Der Anteil der Kinder mit Sehstörungen ist von 2002 mit 31,6 Prozent bis 2006 auf 23,6 Prozent (NRW: 21,6) zurückgegangen.
Hörstörungen: Bei den Hörstörungen ist hingegen ein Anstieg von 5,9 Prozent in 2002 auf 7,1 Prozent (NRW: 7,0) zu verzeichnen.
Verhaltensauffälligkeit: Hier ist die Entwicklung in den vergangenen Jahren sehr wechselhaft. Waren es 2002 noch 12 Prozent der Kinder betroffen, sank deren Anteil bis zum Jahre 2003 auf 9,9 Prozent. Im Jahr 2006 zeigten jedoch wieder 12,8 Prozent der Kinder Verhaltensauffälligkeiten. Damit lag der Kreis im Vergleich zum Landesschnitt von 7,4 Prozent relativ hoch.
Sprachstörungen: 35,5 Prozent der Kinder waren 2006 im Kreis Euskirchen davon betroffen - darin sind sowohl behandlungsbedürftige als auch nicht behandlungsbedürftige Störungen zum Beispiel bei Grammatik und Aussprache zusammengefasst.
Koordinationsstörungen: 18,3 Prozent der Kinder waren davon im Jahre 2006 betroffen. Vergleiche zu den Vorjahren seien wegen geänderter Untersuchungsart nicht sinnvoll.
Früherkennung: „Die Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen hat sich kontinuierlich gesteigert“, stellt die Abteilung „Gesundheit“ des Kreises fest: Waren 2004 noch 77,6 Prozent der Erziehungsberechtigten mit ihrem Kind zur Untersuchung zum Arzt gegangen, waren es 2007 bereits 84,4 Prozent. Hier scheinen ständige Hinweise auf die Wichtigkeit dieser Untersuchungen an die Eltern zu fruchten.
Zahngesundheit: Die gute Nachricht: „Seit einigen Jahren beobachten wir eine positive Entwicklung der Zahngesundheit bei den Kindern im Kreis Euskirchen“, teilt die Gesundheitsabteilung des Kreises mit. Die schlechte Nachricht: „Von dieser allgemein positiven Entwicklung profitieren leider nicht alle Kinder.“ Es gebe Einrichtungen, in denen bei den Reihenuntersuchungen vermehrt Kinder mit erhöhtem Kariesrisiko festgestellt würden.
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