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 |  |  |  | Kall, 14. September 2008
 |  | | auch unter 3jährige Kinder spielen bereits im Kindergarten Rinnen
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|  |  | | Karl Vermöhlen hatte im Sozialasschuss Bürgermeister Radermacher vehement aber vergeblich nach den Zahlen für unter 3jährige gefragt
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|  |  | Kall-Rinnen - Zwar besuchten weit über 150 Gäste am Samstagnachmittag (13.9.2008) die „Villa Kunterbunt“, wie der Kindergarten in Rinnen liebevoll genannt wird. Doch herrschte trotz 35-jährigem Bestehen und großem Fest vor allem bei den Erwachsenen eine gedrückte Stimmung. Diskutiert wird seit einigen Wochen, ob die Einrichtung aufgrund schwindender Kinderzahlen dicht gemacht werden muss.
Michael Schubert, einer der Sprecher der Elternschaft, wundert sich über die Zahlen, die von der Kaller Gemeindeverwaltung neulich den Mitgliedern des Jugend- und Sozialausschusses vorgelegt wurden. Dass elf Kinder bereits jetzt im Rinnener Kindergarten fehlen sollen, will Schubert nicht gelten lassen: „Derzeit besuchen 14 Kinder, die drei Jahre und älter sind, und drei Kinder unter drei Jahren die Einrichtung.“
Erst zu Beginn des Jahres wurde eine nagelneue Wickelkommode gekauft, damit auch die Kleinsten versorgt werden können. Würde die Gruppenart geändert, benötigte der Kindergarten keine 25 kleinen Besucher mehr pro Gruppe, sondern nur noch deren 20. Darauf verwies Michael Schubert mit Nachdruck.
Fakt sei auch, dass in Rinnen Bauerwartungsland existiere. Familien mit Kindern zögen mit Sicherheit einen Wohnort vor, in dem ein Kindergarten existiere, vor allem bei den derzeitigen Spritpreisen. Viele Familien könnten sich auch nur ein Auto leisten, und da in der Regel die Hauptverdiener bis in die angrenzenden Großstädte zur Arbeit führen, sei es zu begrüßen, in kleineren Ortschaften wie Rinnen mit 400 Einwohnern auch Angebote für Mütter ohne Auto zu schaffen.
Dass der Kindergarten für die Rinnener Anlaufpunkt und wichtiger Baustein für ein lebendiges Dorf ist steht für Michael Schubert außer Frage. Alexandra Schreiber, Elternratsvorsitzende, äußert sich ebenfalls enttäuscht: „Wir können uns nur wundern. Dieses Gebäude hier in Rinnen ist Eigentum der Gemeinde Kall. Auch der Kindergarten in Sötenich, der vor elf Jahren neu gebaut wurde, ist nicht ganz gefüllt. Dort muss die Gemeinde sogar einen Mietvertrag erfüllen, der über 30 Jahre läuft.“
Die Eltern der Rinnener Kindergartenkinder fragen sich auch, wie die Gemeinde 246 000 Euro durch eine Schließung der Rinnener Einrichtung einsparen will. Die beiden Kindergärtnerinnen haben unbefristete Arbeitsverträge, und das Gebäude, ehemals die alte Schule des Ortes, muss weiter betreut werden, da es ja der Gemeinde gehört.
Am kommenden Donnerstag hoffen die Elternvertreter auf ein klärendes Gespräch mit Kalls Bürgermeister Herbert Radermacher im Kaller Rathaus.
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