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Pressespiegel:
Kall, 08. Februar 2009
Der Keldenicher Ortvorsteher - Sozialdemokrat aus Leidenschaft
Josef Mendel will es nochmal wissen
Reiner Züll im Interview mit Josef Mendel

Josef Mendel - wer sonst?
Josef Mendel will wieder antreten
Ihr Mann für Keldenich
Josef Mendel bei einer SPD-Kundgebung in Euskirchen mit Franz Müntefering
KÖLNER STADT-ANZEIGER: Mit 84 Jahren sind Sie sozusagen im Kreis Euskirchen ein politischer Methusalem. Schmieden sie noch Pläne?

JOSEF MENDEL: In die Politik bin ich erst vor 21 Jahren eingetreten. Ich bin schon 20 Jahre Ratsmitglied für die SPD in Kall und 15 Jahre als Ortsvorsteher von Keldenich tätig, aber es gibt hier im Ort noch einiges zu tun.

KÖLNER STADT-ANZEIGER: Dann sind sie eigentlich ein Späteinsteiger in der SPD gewesen.

MENDEL: Es war Ministerpräsident Johannes Rau, mit dem ich per Du war und der mich 1988 bei seinem Besuch anlässlich der 750-Jahr-Feier in Kall für den Eintritt in die Partei begeistert hat. Ich war damals tatsächlich schon 64 Jahre alt, aber voller Tatendrang.

KÖLNER STADT-ANZEIGER: Wer hat sie damals in die SPD aufgenommen?

MENDEL: Das tat unser damaliger Landesvater Johannes Rau höchst persönlich - direkt an Ort und Stelle im Eifeler Hof in Kall.

KÖLNER STADT-ANZEIGER: Seit wann sind Sie Mitglied des Kaller Rates?

MENDEL: 1989 bin ich erstmals bei der Kommunalwahl angetreten und habe ein Direktmandat erzielt.

KÖLNER STADT-ANZEIGER: Hatten Sie bei Ihrer ersten Kandidatur keinen starken Mitbewerber aus der CDU?

MENDEL: Und ob, ich wurde damals sogar ausgelacht, weil ich gegen Hans Kaiser antreten musste. Am Ende hatte aber ich die Nase vorn.

KÖLNER STADT-ANZEIGER: Die nächste Kommunalwahl steht an. Was bedeutet das für den 84-jährigen Ratsherr Josef Mendel?

MENDEL: Bei allen Kommunalwahlen haben ich Direktmandate für die SPD geholt. Warum nicht auch dieses Mal.

KÖLNER STADT-ANZEIGER: Sie wollen also noch einmal für die Sozialdemokraten ins Rennen gehen?

MENDEL: Wenn die Partei damit einverstanden ist, trete ich wieder an. Dann aber definitiv zum letzten Mal.

KÖLNER STADT-ANZEIGER: Lassen Sie sich auf der Reserveliste absichern, wenn die Partei Sie ruft?

MENDEL: Wenn ich noch einmal antrete, dann strebe ich auch wieder ein Direktmandat an.

KÖLNER STADT-ANZEIGER: Haben Sie tatsächlich noch die Energie, als Ratsherr ihren Mann zu stehen?

MENDEL: Und ob ich die noch habe! Wenn es um Keldenicher Belange geht, kann ich noch immer ganz schön hartnäckig sein und lästig werden.

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