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 |  |  |  | Kall, 01. März 2009
 |  | | Erhard Sohn redete Tacheles: "SPD gegen neuen Vollsortimenter."
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|  |  | Kall - Erhard Sohn, Fraktionsvorsitzender im Kaller Gemeinderat, sprach am Freitagabend bei einer Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins im „Bürgerhof“ deutliche Worte: „Wir werden mit aller Kraft gegen dieses Ansinnen kämpfen“. Was die Sozialdemokraten derzeit erregt, ist das Vorhaben eines Investors, im Industriegebiet einen 3000 Quadratmeter großen Vollsortiment-Discounter zu errichten. Der führe zu einer Wettbewerbsverzerrung, weil für einen zusätzlichen und so großen Markt in Kall kein Bedarf vorhanden sei. Über den Namen des Investors und den geplanten Standort wollte Erhard Sohn jedoch keine weiteren Angaben machen. Er berichtete jedoch von der Einladung an die Fraktionsvorsitzenden zur Besichtigung eines Vollsortimenters, den der Investor bereits an andere Stelle betreibe. Er habe der Verwaltung schriftlich mitgeteilt, dass die SPD dieses Vorhaben nicht unterstütze und er deshalb auch nicht an der Besichtigung teilnehmen werde.
Wenn ein weiterer großer Markt vielleicht für den Verbraucher interessant sei, so dürfe der Schutz des bestehenden Einzelhandels im Zentralort nicht aus den Augen verloren werden. Sohn: „Wir brauchen einen solch großen Markt in Kall nicht.“ Die Entwicklung im Zentralort werde erheblichen Schaden nehmen.
Vor allem die geplante Größe von 3000 Quadratmetern und das Vollsortiment sind den Kaller Sozialdemokraten ein Dorn im Auge. „Entsteht im Industriegebiet ein Markt mit einer derart großen Fläche, dann gehen im Zentralort die Lichter aus“, so Erhard Sohn am Freitagabend. Die SPD werde da nicht mitspielen.
Links: SPD gegen neuen Vollsortimenter (Stadtanzeiger)
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