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 |  |  |  | Kall, 24. Juni 2009
 |  | | Wir habens nachgerechnet:, es rechnet sich: Prmie zur Ansiedlung
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|  |  | Die Gemeinde gewährt Bauherren mit Kindern bis zu 12000 Euro Förderung. Im zweiten Anlauf konnte die SPD-Fraktion sich mit ihrem Vorhaben durchsetzen. Eine gute Nachricht für junge Familien in der Gemeinde Kall: Der Gemeinderat stimmte am Dienstagabend einstimmig dem Antrag der SPD-Fraktion zu, Familien oder alleinerziehende Elternteile mit Kindern beim Neubau oder Kauf von Einfamilienhäusern zu unterstützen. Der Fördertopf soll vorerst auf eine Summe von 100 000 Euro begrenzt werden. Die neue Regelung tritt bereits zum Beginn des kommenden Monats Juli in Kraft.
Schon im vergangenen Jahr hatte die SPD-Fraktion den Antrag auf Gewährung der Eigenheimzulage für Familien eingebracht, war aber an der Ablehnung durch die CDU und die FDP gescheitert. Bei den Beratungen zum Haushalt 2009 stellten die Sozialdemokraten den Antrag erneut und fanden diesmal, nachdem in anderen Kommunen ähnliche Förderungen für Familien bereits beschlossen waren, die Zustimmung aller Fraktionen.
Eigentlich wollte die SPD die Förderung bereits zum 1. April realisieren und hatte im Frühjahr der Verwaltung einen entsprechenden Satzungsentwurf erarbeitet. Die Antrag wurde jedoch erst in der Sitzung des Bauausschusses Anfang Juni auf die Tagesordnung gebracht. In dieser Sitzung hatte die Verwaltung dem Ausschuss geraten, die Förderung angesichts der anspannten Haushaltslage erst 2010 zu realisieren.
Dieser Empfehlung folgte der Ausschuss nicht, so dass die Unterstützung ansiedlungswilliger Familien am Dienstag erneut auf der Tagesordnung der Ratssitzung stand. SPD-Fraktionssprecher Erhard Sohn kritisierte eingangs der Diskussion die zögerliche Haltung der Verwaltung. Die Eigenheimzulage sei schließlich ein wichtiges Instrument, junge Familien in Kall zu halten oder auswärtige Familien zum Ansiedeln zu bewegen. Durch Neuzuzüge verbessere sich die demographische Struktur.
Mehr Landesgeld
Man sei auf diese Zuzüge angewiesen, die der Gemeinde auch höhere Schlüsselzuweisungen durch das Land bescheren und auf lange Sicht eine finanzielle Verbesserung bedeuteten. Sohn: „Kall verliert den Anschluss an expandierende Nachbarregionen, wenn wir nicht Anreize für die Ansiedlung junger Familien schaffen.“
„Wir betreten Neuland mit dieser Förderung und unterstützen sie“, konstatierte FDP-Sprecher Dr. Manfred Wolter. Auch CDU und Grüne signalisierten ihre Zustimmung, so dass die Satzung einstimmig beschlossen wurde. Die Eigenheimzulage wird künftig Familien, Alleinerziehenden und Lebensgemeinschaften mit minderjährigen Kindern für den Neubau oder den Kauf eines selbst genutzten Eigenheimes in der Gemeinde gewährt. Die Förderung kann nur einmal und nur im Rahmen der vorhandenen Mittel in Höhe von 100 000 Euro gewährt werden. Nicht gefördert wird der Kauf von Mehrfamilienhäusern.
Für die Gewährung der Eigenheimzulage, deren Zweckbindung zehn Jahre beträgt, wurden Richtlinien beschlossen: Kinder dürfen im Förderjahr das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Ungeborene Kinder werden bei Vorlage des Mutterpasses bereits berücksichtigt. Ab dem ersten Kind beträgt die Eigenheimzulage in Kall künftig 3000 Euro je Kind. Je Familie ist die Förderung auf maximal 12 000 Euro begrenzt.
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