Franz Müntefering: "Profit und betriebswirtschaftliches Denken ist nicht alles"
bereits 2004 war Franz Müntefering in Euskirchen gewesen - und jetzt erneut
Das Thema „Arbeit“ hat die SPD bekanntlich in den Mittelpunkt ihres Wahlprogramms gerückt. Und so machte Müntefering deutlich, dass seine Partei alles daran setzen will, um möglichst viele Menschen in Beschäftigung zu halten und ihnen dafür auch eine angemessene Vergütung zu zahlen: „Deshalb ist der Mindestlohn wichtig.“ Als erfahrener Redner stellte er den drohenden Sozialabbau in Deutschland den exorbitanten Boni von Spitzenbänkern gegenüber.
„Profit und betriebswirtschaftliches Denken sind nicht alles“, sagte der Chef der Bundes-SPD unter dem Applaus seiner Zuhörer. Es gelte speziell in der Energiepolitik auf Nachhaltigkeit zu setzen, es gelte Behinderte und Migranten besser zu integrieren und „sie mitzunehmen“. Und das bereits in jungen Jahren durch besondere Förderungen in Kindergärten und Schulen.
Während Müntefering zwischendurch immer mal wieder seine Kollegin Helga Kühn-Mengel sowie Uwe Schmitz als Landratskandidat und Martina Grundler als Euskirchener Bürgermeister-Kandidatin ansprach, kam Karl-Walter Steinmeier als Spitzenkandidat nur ganz am Rande vor. (...) Nach knapp einer Stunde Redezeit verließ Müntefering das Parkhotel unter dem begeisterten Applaus seiner Parteifreunde