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 |  |  |  | Kall, 03. September 2009 |
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Mit seiner Ankündigung im Amtsblatt der Gemeinde Kall, „Kontrollgänge des Ordnungsamtes und der Polizei zu Treffpunkten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen durchführen zu lassen“, erregte der Kaller Bürgermeister Herbert Radermacher (CDU) jetzt den Ärger bei den Mitglieder von Bündnis 90 / Die Grünen.
Der Bürgermeister kündigte diese Maßnahme vor einigen Wochen in einer Ausschusssitzung an, weil sich Bürger in der Vergangenheit vermehrt beschwert hatten, dass es an und um diese Treffpunkte herum immer wieder in verstärktem Maße zu Verschmutzungen, Belästigungen und Ruhestörungen gekommen sei.
Die Grünen gaben jetzt ein Schreiben an die Öffentlichkeit weiter, in dem sie die Kontrollgänge kritisieren. Grünen-Fraktionssprecher Horst Thiesen schreibt: „Wir halten die Wortwahl des Bürgermeisters für absolut unangemessen. Kaller Jugendliche sind keine Kriminellen, deren Treffpunkte der Bürger der Polizei melden sollte.“
Statt dessen hätten die Jugendlichen einen Anspruch darauf, endlich einen Platz in Kall in Form eines Jugendzentrums zu finden. „Das Problem der unversorgten Jugendlichen in Kall ist seit langem sichtbar. Das Angebot für einige Kinder und Jugendliche aus dem Grund- und Hauptschulbereich durch das Schülercafé greift zu kurz. Den Alkoholkonsum von Zwölf- bis 14-Jährigen in der Öffentlichkeit finden auch wir bedenklich“, merkte Horst Thiesen weiter an.
Die Grünen fordern Bürgermeister Herbert Radermacher auf, endlich die Probleme der offenen Jugendarbeit zur Chefsache zu machen, anstatt mit Repressionen und populistischen Aktionen nicht für, sondern gegen die Jugendlichen zu agieren.
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