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 |  |  |  | Kall, 31. Oktober 2009
 |  | | Karl Vermöhlen hielt Rückblick auf das Wahljahr 2009
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|  |  | Bei der Kommunalwahl ist ebenfalls - zumindest teilweise - nur eine unzureichende Wählermobilisierung gelungen, "und dass, obwohl wir mit unserem Infoblatt ORTSGESPRÄCH schon lange vor den Wahlen über die Bedeutung kommunaler Politik immer wieder berichtet haben". Vermöhlen weiter: "Wir haben auf einen Wahlkampf der Inhalte und politischen Botschaften, statt Wahlplakaten mit den Köpfen der örtlichen Kandidaten gesetzt. Trotzdem war es erforderlich, die Wähler vor Ort mit ihren besonderen Problemen anzusprechen". Die ist der FDP in Wahlen mit einer Veranstaltung zum Kanalbau prima gelungen. Der Lohn: Ein FDP-Zuwachs von 54,6%, bei Verlusten der CDU von 30,7% und der SPD um 21,1%.
Die schwächste Wahlbeteiligung gab es mit 46,63% in Kall IV, wo viele NeubürgerInnen wohnen. Allerdings konnte dort Dieter Zausch mit seiner ersten Kandidatur für die SPD ein sehr gutes Ergebnis erzielen und sensationelle 11% zulegen. Uwe Schmtz distanzierte den CDU Ortsvebandsvorsitzenden Guido Keutgen um mehr als 13% und konnte um fast 12% auf 46,63% zulegen und Kall IV für die SPD direkt gewinnen.
Die höchste Wahlbeteiligung gab es in Keldenich, wo 75% zur Wahl gingen und Josef Mendel mit 49,17% das beste SPD Ergebnis gemeindeweit erzielen konnte.
Karl Vermöhlen erreichte in Sistig I den größten Zuwachs aller SPD-Kandidaten und konnte mit plus 12,5% sensationelle 46,6% der WählerInnen seines Heimatortes überzeugen; damit ging auch zum ersten Mal in der Geschichte die Sistiger Ortsvorsteherposition an die Sozialdemokraten.
"Wichtig" so Vermöhlen, "ist, dass die Wähler von der Person überzeugt sind." Als Beispiel außerhalb seiner Partei nannte er Toni Miesseler, der gegen den miesen CDU-Trend (in Gemeinde insgesamt - 7,7%) seinerseits um 5,2% zulegen konnte und mit 63,1% die höchste Zustimmung aller Kandidaten in der Ratswahl erhalten hatte.
Insgesamt sah Vermöhlen eine direkte Wählerwanderung von der CDU zur FDP: während die CDU 7,7% verlor und in Kall insgesamt nur auf für sie desaströse 37,4% kam, schoss die FDP um 7,7% auf 29,4% nach oben. Die SPD konnte sich leicht um 0,9% auf 24,1% verbessern. Sehr schlechte SPD-Ergebnisse in Rinnen (3,2%), Wahlen (6,1%), Dottel (9,4%, Wallenthal (10%) und Krekel (11,%) hätten ein besseres Abschneiden verhindert, was angesichts sensationeller Zugewinne in einigen Bezirken sonst möglich gewesen wäre.
Erfreulich: Trotz einer Ratsverkleinerung auf 28 Sitze konnte die SPD ihre 7 Sitze verteidigen, während die CDU um 1/3 von 15 auf 10 Sitze schrumpfte.
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