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 |  |  |  | Kall, 17. Dezember 2009
 |  | | Karl Vermöhlen hakt nach in Sachen Schulentwickllungsplan
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|  |  | Kall Bezüglich der Aufstellung eines gemeinsamen Schulentwicklungsplanes für die Gemeinden Kall, Hellenthal, Schleiden, Nettersheim, Blankenheim und Dahlen will Kall nun Druck machen. Seit drei Jahren ist die Planung im Gange, bisher haben sich die sechs Bürgermeister noch nicht auf ein gemeinsames Konzept verständigen können. Offenbar werden sich die Rathauschefs nicht einig.
Den Stein ins Rollen gebracht hatte der Kaller SPD-Ratsherr Karl Vermöhlen vor 14 Tagen im Schulausschuss mit einer Anfrage nach dem Sachstand der Schulentwicklungsplanung. Er hatte den Regierungspräsident (RP) - zu Unrecht, wie sich später herausstellte - hart angegriffen, weil dieser seiner Einschätzung nach das Verfahren verzögere.
In einer Antwort an den „Kölner Stadt-Anzeiger“ hatte der RP diesen Vorwurf zurückgewiesen und deutlich gemacht, dass er vergeblich auf einen gemeinsamen Vorschlag der sechs Bürgermeister gewartet und deshalb ein angesetztes Gespräch abgesagt habe. Er, Lindlar, habe lediglich seine Moderation angeboten.
In einer ersten Reaktion auf Lindlars Antwort hatte Karl Vermöhlen (SPD) den mangelnden Informationsfluss seitens der Kommunen beklagt. Es sei an der Zeit, eine Entscheidung herbeizuführen statt „auf Zeit zu spielen“. Vermöhlen hatte Bürgermeister Herbert Radermacher. vor der Ratssitzung am Dienstag konkrete Fragen zum Sachstand gestellt.
In einer ausführlichen Darstellung beantwortete Radermacher die Fragen in einer Tischvorlage. Demnach fand bereits im November 2006 die erste Besprechung der Bürgermeister statt; im März 2007 folgte die Auftragsvergabe an die Bonner Planungsgruppe „Bildung und Region“.
Im November des gleichen Jahres gab es das erste Treffen der Bürgermeister mit dem Planer. Im Juni 2008 saßen die Bürgermeister mit dem Regierungspräsident in Kall zusammen, zwei Monate später gab es ein weiteres Treffen der Bürgermeister mit dem Planer. Neun Monate vergingen, ehe sich die Bürgermeister in Nettersheim erneut mit dem RP trafen.
In dieser Zeit hatte der Planer einen Vorschlag zur Neuordnung der Sekundarstufe I erarbeitet, auf den sich die Bürgermeisterrunde aber nicht einigen konnte. Viel weiter ist man inzwischen nicht gekommen. Die von der Gemeinde Kall gewünschte Lösung einer Verbundschule in Kall, so erläuterte Bürgermeister Herbert Radermacher dem Rat, könne nur realisiert werden, wenn alle Nachbarkommunen zustimmen und der Regierungspräsident sich beim Ministerium dafür einsetzt. Er dränge seine Kollegen immer wieder und habe bereits unzählige Telefonate geführt, berichtete Radermacher. Die Bürgermeisterrunde sei auf dem Weg zu einen Kompromiss, wobei die aktuelle Diskussion der Sache nicht dienlich sei.
Vermöhlen nahm Radermacher in Schutz. Die Kritik richte sich nicht gegen ihn. Es könne aber nicht angehen, dass die „Bremsertaktik“ einiger Bürgermeister zum Erfolg führe: „Die sind das Nadelöhr der ganzen Aktion.“
Der Rat beauftragte Radermacher, alle Kollegen zu einem Gespräch nach Kall einzuladen. Mit dabei sein sollen die Vorsitzenden der Fachausschüsse. Das sei auch der Wunsch der Schleidenen Kollegen, berichtete Dr. Gerlinde Linne von Berg (FDP): „Wenn wir uns nicht bald bewegen, sind Schulen gestorben, ehe das Konzept überhaupt steht.“
Radermacher will nun versuchen, die Runde nach Kall einzuladen, ist aber skeptisch.
http://www.euskirchen-online.ksta.de/jeo/artikel.jsp?id=1260194930089
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