frischer Wind für NRW - die SPD mit Hannelore Kraft und Uwe Schmitz
Bei diesem Wahlergebnis hätte ein rot-rot-grünes Bündnis mit 52 Prozent eine klare Mehrheit. Theoretisch denkbar auch: eine rot-grüne Regierung unter Tolerierung der Linken oder eine Große Koalition (zusammen 74 Prozent). Schwarz-Grün würde mit 47 Prozent über keine Mehrheit verfügen. Rüttgers verliert stark an Zustimmung
Könnten die Nordrhein-Westfalen ihren Ministerpräsidenten direkt wählen, würden sich nur noch 41 Prozent für den amtierenden Regierungschef Jürgen Rüttgers entscheiden. Bei der jüngsten Forsa-Umfrage in der vorletzten April-Woche hatte er noch bei 47 Prozent gelegen. Seine Herausforderin Hannelore Kraft (SPD) steigt auf 38 Prozent – 5 Prozentpunkte mehr als vor zwei Wochen.
Forsa-Chef Manfred Güllner sagte stern.de, die Griechenland-Krise sei für die Nordrhein-Westfalen zum alles beherrschenden Thema geworden. Sie habe zu einer großen Verunsicherung der Wähler geführt. Profitieren würde vor allem die SPD, die viele Oppositionsstimmen auf sich bündeln könne. Auf Landesebene spiele höchstens noch die Bildungspolitik eine Rolle.
Güllner wies darauf hin, dass bis zum Sonntag immer noch aktuelle Ereignisse wie die Steuerschätzung oder die durch die Griechenland-Hilfe ausgelösten Ängste den Entscheidungsprozess der Wähler beeinflussen können.