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Meldung:
Kall, 23. Juni 2011
Bundes-CDU: Aus für Hautptschulen
...und in NRW versagt sich die Partei Allparteiengespächen
Unwürdiges Gezetere und Geplänkel auf dem Rücken von Kindern und Eltern

Parteivorstand will "Zwei-Wege-Modell"
CDU: Hauptschule hat ausgedient

Der Parteivorstand der CDU plädiert für eine Abschaffung der Hauptschule in ihrer aktuellen Form. So soll sie zum Teil einer Oberschule werden. Damit reagieren die Christdemokraten auf die deutlich rückläufigen Schülerzahlen in Deutschland.

Die CDU will mit ihrer Tradition des dreigliedrigen Schulsystems brechen und sich von der Hauptschule in der jetzigen Form verabschieden. In dem Entwurf des Leitantrags für den Bundesparteitag im November in Leipzig schreibt der Vorstand: "Derzeit haben wir zu viele Schulformen, die Eltern, Schüler und Lehrer gleichermaßen verwirren (...). Deshalb treten wir für eine Reduzierung der Schulformen und die Einführung des Zwei-Wege-Modells in allen Ländern ein: Gymnasium und Oberschule."

Das 30-seitige Papier wurde an die Vorstandsmitglieder verschickt und soll bei einer Sitzung am Montag mit Parteichefin und Kanzlerin Angela Merkel beschlossen werden. Die neue Oberschule solle Hauptschule und Realschule in sich vereinen, heißt es darin. Neben dem Gymnasium solle sie einen weiteren und gleichwertigen Weg entweder in die berufliche Bildung oder zur allgemeinen Hochschulreife eröffnen.

In der Partei werden darüber heftige Diskussionen erwartet. Der Parteitag im November wird sich speziell mit dem Thema Bildung beschäftigen.
Schülerzahlen rückläufig

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hatte bereits Ende Mai erklärt: "Deutlich zurückgehende Schülerzahlen führen in den Ländern dazu, dass Hauptschule und Realschule zu einer Oberschule verbunden werden." So ein Prozess dauere, sei aber eine realistische Zukunftsperspektive. Das pädagogische Konzept der Hauptschule müsse auch in einem zweigliedrigen Schulsystem Eingang finden.

Die CDU geht in dem Antragsentwurf auch auf den drastischen Rückgang der Schülerzahlen ein. Schulen würden zusammengelegt oder müssten schließen. Es müsse aber in den Regionen eine gute Bildungsinfrastruktur erhalten werden. Eine Chance sei, das Geld und das Personal, das etwa durch die Schließung einer Schule eingespart werde, zum Teil wieder für eine andere Bildungseinrichtung einzusetzen. Der CDU-Spitze sind die Ängste von Bürgermeistern vor einer Schulschließung bewusst, weil dies immer ein Verlust an Attraktivität für die Gemeinde bedeute, wie es heißt.

Quelle: dpa

Adresse:
http://www.n-tv.de/politik/CDU-Hauptschule-hat-ausgedient-article3631621.html


Links:
Der VORWÄRTS berichtet über CDU-Hin-und-Her bei Gemeinschaftsschulen
Gemeinschaftsschulen im Vergleich sehr erfolgreich

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