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Pressespiegel:
Kall, 24. Juni 2011
Gemeinschaftsschule
Arbeitskreis: 2-Zügigkeit an einzelnen Standorten ist machbar
F.A. Heinen im Kölner Stadt-Anzeiger 23.06.2011

Karl Vermöhlen
Karl Vermöhlen:" Was in Nettersheim von der Landesregierung möglich gehalten worden ist, kann im Oleftal nicht unmöglich sein."
Bedenken haben die mit der Ausarbeitung eines pädagogischen Konzeptes für die Gemeinschaftsschule der Gemeinden Kall, Hellenthal und Schleiden beauftragten Lehrer gegen die Splittung der neuen Schule auf drei Standorte. Aus ihrer Sicht, so sickerte durch, sei das Konzept nur bei einer Beschränkung auf zwei Standorte realisierbar.

Der politische gemeinsame Arbeitskreis der drei beteiligten Kommunen sieht das hingegen anders, wie gestern Karl Vermöhlen sagte, der Sprecher
dieses Gremiums: "Wir sind der Auffassung, dass es geht." In der kommenden Woche werde es diesbezüglich ein klärendes Gespräch zwischen den
beteiligten Gruppen geben. Vermöhlen bestätigte jedoch, dass die Pädagogen in ihrem Arbeitskeis Bedenken geäußert hätten.

Größeres Angebot
Problematisch sei die Zweizügigkeit allenfalls dann, wenn man die Schule nur auf eine Kommune beziehen würde. Insgesamt sei die Schule jedoch durch das größere Angebot in drei Gemeinden in der Lage. eine hinreichende Differenzierung anzubieten. Vermöhlen: "Das bedeutet natürlich eine erhöhte Reisetätigkeit der Lehrer." Um das zu optimieren, sei allerdings "Gehirnschmalz" erforderlich. Was in Nettersheim von der Landesregierung möglich gehalten worden sei, könne im Oleftal nicht unmöglich sein.

Entscheidend in der Meinungsverschiedenheit zwischen Pädagogen und Politikern sei letztlich der Beschluss der Politik. Immerhin sei der Schulzweckverband der drei Gemeinden Träger der Schule. Vermöhlen: ,,Es ist ja nicht so,
dass sich die Lehrer die Schule aussuchen können." Außerdem stehe für die Politik das Ziel im Vordergrund, den Schülern den
Schulweg möglichst zu verkürzen.

Nicht irritiert
Die Entscheidung der Landesregierung, die Errichtung der Gemeinschaftsschule Nettersheim/Blankenheim nun doch nicht
zuzulassen, hat Vermöhlen nicht irritiert:"Das kam,für mich nicht überraschend. Nach dem Oberverwaltungsgerichtsurteil in Münster
war das gar nicht anders möglich." Insofern sei jetzt absehbar, dass sowohl die Schule an der Oberahr und in Nettersheim erst im kom-
menden Jahr errichtet werde als auch die geplante Gemeinschafts schule der drei Kommunen an Urft und Olef. (fa)


Links:
Der VORWÄRTS berichtet über Gemeinschaftsschulen in Schleswig-Holstein
Gemeinschaftsschulen im Vergleich sehr erfolgreich

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