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 |  |  |  | Kall, 15. Juni 2010
 |  | | der Sistiger Ortsvorsteher Karl Vermöhlen hatte mit seiner Anfrage im Mai den jetzigen Beschluss zur Wiederanschaltung der Lampen herbei geführt
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|  |  | SISTIG / SCHEVEN - In Sistig und Scheven soll es vorläufig künftig auch nach 24 Uhr hell bleiben. Dies empfahl am Mittwoch der Kaller Umweltausschuss dem Rat, nachdem es heftige Proteste gegen die nächtliche Abschaltung von Straßenlaternen gegeben hatte. Stattdessen will man versuchen, neue LED-Straßenlaternen vorrangig in den genannten Orten einzuführen.
Der Kaller Rat hatte Ende 2008 beschlossen, nach 24 Uhr 1700 Leuchten in der Gemeinde Kall abzuschalten. Im juni 2009 wurde der Beschluss - übrigens einstimmig - modifiziert: so sollten besondere Lampen die ganze Nacht durch brennen. Dafür hatten die Ratsvertreter sich durch die Beleuchtungspläne aller Ortschaften gearbeitet. Das würde eine Energieeinsparung von 26 350 Euro pro Jahr bedeuten.
Umstellung kostet 52 300 Euro Da die Umstellung selbst 52 300 Euro kostet, hätte sich die Sparmaßnahme bereits nach zwei Jahren amortisiert. Lediglich an neuralgischen Punkten sollte das Licht aus Gründen der Sicherheit weiter brennen. Ärger gab es jedoch, als klar wurde, dass sich in Sistig und Scheven die Laternen nicht wie gefordert auseinanderschalten lassen.
Wie sich jetzt heraus stellte, galt die im Juni 2009 vorgelegte Kostenschätzung nicht für Sistig und den Bereich Fuhrtstraße in Scheven
Wegen immenser Kosten verbietet sich dort das Verlegen neuer Kabel. Es wäre allerdings auch mit so genannten Rundsteuerempfängern möglich, gezielt einzelne Lampen anzusteuern. Doch auch deren Kosten wären beträchtlich, da in etlichen Bereichen die Laternen so alt sind, dass sie nicht umgerüstet werden können und ersetzt werden müssen. In Schevens Furthstraße wären das 20 Masten (Kosten: 22 000 Euro), in Sistigs Kaller Straße / Kalkgasse zehn Masten (Kosten: 14 700 Euro), an Neustraße / Friedhofsweg sieben Masten (7700 Euro) und an Quirinusborn / Grundschule acht Masten (9100 Euro).
Sistigs Ortsvorsteher Karl Vermöhlen erläuterte, dass die derzeitige Lage nicht nur nicht akzeptabel, sondern auch der Beschlusslge widerspricht, da sich der rat ja gerade gegen die Totalabschaltung ausgesprochen hatte. Dies wurde nun aber seitens der von der Kaller Verwaltung verfügten Totalabschaltung
Einzig Ekkehard Fiebrich konnte sich mit der angepeilten Ausnahmeregelung für Sistig und Scheven nicht anfreunden. Es seien vielleicht 50 Personen, die in Scheven und Rinnen überhaupt betroffen seien. „Und dafür lässt man dann die Lampen lustig weiterbrennen“, beschwerte er sich. Es gebe schließlich einen entsprechenden Abschaltungs-Beschluss des Rates. Der Grüne blieb allerdings im Ausschuss mit seiner Meinung allein. Scherzhaft gab Erhard Sohn (SPD) schließlich die Beschlussempfehlung: „Überall anschalten, und nur bei Ekki abschalten!“
http://www.euskirchen-online.ksta.de/html/artikel/1273823418461.shtml
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