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 |  |  |  | Kall, 31. Mai 2011 |
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Klarmann zeichnete an zahlreichen Beispielen ein Bild einer überschaubaren, aber aktiven und eng über Kreisgrenzen hinweg vernetzten Szene, die mit immer moderneren und unauffälligen Mitteln Nachwuchs rekrutiert. Dazu werde häufig Musik eingesetzt, die nur unterschwellig rechte Gesinnung propagiere, gegen Fremde hetze und germanische Formeln beschwöre. Er beruft sich auf Recherchen und Aussagen von Szenemitgliedern.
Obwohl es um Rechtsextreme in Euskirchen durch innere Zerwürfnisse derzeit etwas ruhiger geworden sei, dürfe ihr Potenzial nicht unterschätzt werden, warnte Klarmann. Es gebe Treffen in Kneipen, und rechte Gruppen seien erfinderisch, wenn es darum gehe, über Dritte Lokalitäten anzumieten, die man ihnen nicht zur Verfügung stellen wolle.
„Sollte man rechtsextreme Parteien verbieten?“, wollte eine Zuhörerin wissen. „Meines Erachtens nach gehört die NPD verboten“, findet Klarmann. Es gebe genügend Beweise, und „was Journalisten belegen können, das müsste der Staat auch können“. Doch löse ein Verbot das Problem nicht, sondern mache die Szene weniger durchsichtig.
Und wie man mit Vogelsang umgehen soll? „Ich habe den Eindruck, dass dort zu viel Tourismus und Kirmes gemacht wird. Man kann wissenschaftlich an dem Bauwerk viel skizzieren. Manchmal geht unter, dass es eine Nazi-Stätte war, die immer Nazis anzieht“, meint Klarmann. Trotz einiger Gegenmaßnahmen zeigten Rechtsgesinnte im Internet Fotos von sich, etwa vor dem Relief am Aufgang zum Adlerhof, dem die NS-Symbolik genommen wurde.
SPD-Kreistagsmitglied Markus Ramers als Gastgeber war am Ende wohler. Er hatte Störungen von Rechten befürchtet und die Polizei über den Info-Abend informiert.
Bitte lesen Sie auch: http://www.bnr.de/content/kampf-gegen-rechtsextremismus
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