| AKTUELLE MELDUNGEN Meldung: Kall, 29. Juli 2010 Nach Lärm nun Öl - Behörden reagieren sehr verhalten Technische Panne am Windpark Honderberg http://www.euskirchen-online.ksta.de/html/artikel/1280133196250.shtml
Kall-Golbach - Eine technische Panne bei einem Windkraftwerk am Honderberg zwischen Golbach und Frohnrath erregte jetzt die Gemüter etlicher Anlieger. Der Zwischenfall scheint bereits in der vergangenen Woche passiert zu sein, am Freitag waren die Spuren der Panne in Windrichtung rund 100 Meter weit auf Straße und Wiesen gut sichtbar verstreut. Aus einer der Anlagen waren rund 40 bis 50 Liter Hydrauliköl ausgetreten und offenbar als Tröpfchenregen im Umkreis niedergegangen. Anfang der Woche wurde die Windmühle repariert. Doch die Anwohner, die sich ohnehin seit Monaten über eine angeblich von den Windrädern ausgehende Lärmbelästigung aufregen, sind noch nicht beruhigt. Der Ölschaden wurde erstmals am Freitag festgestellt, aber nach Beobachtung der Golbacher passierte am Wochenende gar nichts, wie Friedhelm Hennes gestern berichtete. Dabei hatten die Anwohner eigentlich den großen Behördenauflauf erwartet. Hennes: „Wenn ein Liter Frittenfett ausgelaufen ist, rücken die gleich mit dem Bagger an. Hier reden wir von 40 Litern Hydrauliköl, und nichts passierte.“ Die Anwohner informierten also die Kreisverwaltung. Die schickte eine Mitarbeiterin der Unteren Bodenschutzbehörde raus. Nach Angaben der Anwohner hatte es übers Wochenende allerdings ausgiebig geregnet, so dass sich die Spuren des Ölschadens mittlerweise weitestgehend verwaschen hatten. Die Bodenschützerin ordnete im ersten Anlauf an, dass die Monteure die Straße mit einem Fettlöser reinigen sollten. Das schien den Anwohnern aber nicht ausreichend zu sein, also riefen sie am späten Montagnachmittag die Polizei. Der im Regen stehende Beamte sah sich vor Ort um und alarmierte erneut die Kreisverwaltung, diesmal die Rettungsleitstelle. „Dünner Ölfilm“ Die schickte schließlich Alois Poth vom Ordnungsamt der Gemeinde los. Poth sah - nach Dauerregen und Reinigung mit Fettlöser - zwar einen „dünnen Ölfilm“, aber Sofortmaßnahmen der Feuerwehr wären seiner Meinung nach unverhältnismäßig gewesen. Zumal er wenig später erfuhr, dass bereits mittags die eigentlich zuständige Kreisverwaltung jemand geschickt hatte. Gestern Morgen fuhr Poth erneut zum Windrad, um sich alles noch einmal im Hellen anzusehen, fand jedoch seine Einschätzung vom Vorabend bestätigt. Die Kreisverwaltung legte jedoch noch einmal nach. Ein Mitarbeiter der Wasserbehörde und die Bodenschützerin sollten diesmal von den Wiesen Bodenproben entnehmen, um das tatsächliche Ausmaß der Verschmutzung festzustellen. Diese Proben sollten nach Angaben von Geschäftsbereichsleiter Achim Blindert noch gestern zur Analyse versandt werden. Erst danach könne endgültig über eventuelle weitere Maßnahmen nachgedacht werden. | ||||||
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